Tägliche Dosis Gift im Alltag

Podiumsveranstaltung auf dem Schlossplatz in Rendsburg 

„Alltagserfahrung mit rassistischer Diskriminierung“ 

Rassismus ist im gesellschaftlichen Wertesystem tief verwurzelt und das seit Jahrhunderten. Sichtbar in Mikro-Aggressionen des Alltags als auch im strukturellen Aufbau unserer Gesellschaft (Rassismus im öff. Dienst, Kirche, Gesellschaft allgemein und in den Medien). Salopp zusammengefasst als die tägliche Dosis Gift im Alltag.  In einer knapp zweistündigen Podiumsdiskussion moderiert von der äußerst souveränen und kompetenten Bundesverdienstkreuzträgerin Gloria Boateng trugen u. a. auch der Verband Deutscher Sinti und Roma e. V. Landesverband Schleswig-Holstein mit der Koordinatorin der BildungsberaterInnen Nicole Henning und dem stellvertretenden Vorsitzenden Rolf Schlotter ihre Sicht und die Wirkung auf die Minderheit der Sinti und Roma vor.   


Podiumsteilnehmer v.l.n.r. Ali, Rolf, Pascal und Nicole

Im Dialog aller wurde deutlich, dass Rassismus unser Miteinander jeden Tag beeinflusst und eine Privilegierung der Mehrheit auf Kosten von Minderheiten bewirkt. Während Betroffene langfristige Folgen für ihre psychische und physische Gesundheit erleiden, sind rassistische Strukturen im Alltag für Privilegierte oft schwer zu erkennen und noch schwieriger anzuerkennen. Eine rassismuskritische Gesellschaft benötigt viele Menschen, die aktiv eine Änderung herbeiführen und engagiert dafür einsetzen. 

Wir bedanken uns insbesondere bei der Stadt Rendsburg Fachdienst Integration Frau Hefner für die Einladung zur Teilnahme am 3. September 2022 und dass auch wir unseren Beitrag im Kampf gegen Rassismus leisten konnten. Wir freuen uns auf weitere gemeinsame Projekte.