Bildungsreise nach Heidelberg

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Der Verband Deutscher Sinti und Roma – Landesverband Schleswig-Holstein veranstaltete vom 17. – 20. November eine Bildungsreise nach Heidelberg. Dort hat der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma und das Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma seinen Sitz. Er ist die politische und bürgerrechtliche Interessenvertretung der Deutschen Sinti und Roma. Mit 37 Personen fuhren wir am Donnerstag, den 17. 11, von Kiel aus nach Heidelberg. Unter den Teilnehmern waren  Mitglieder, Mitarbeiter Bildungsberater und auch Freunde des Verbandes.

Am Freitag besuchten wir den Zentralrat und wurden dort persönlich vom Vorsitzenden Romani Rose und seinen Mitarbeitern begrüßt. Gemeinsam mit unserem Vorsitzenden Matthäus Weiß wurde den Teilnehmern die Bürgerrechtsarbeit der vergangenen Jahre präsentiert und in die Zukunft geschaut. Anschließend besuchten wir die Ausstellung im Dokumentationszentrum Deutscher Sinti und Roma und die Teilnehmer befassten sich selber mit einzelnen Aspekten der Geschichte und präsentierten sie anschließend der Gruppe. Abends machten wir dann eine Stadtführung durch Heidelberg. Uns allen gefiel die Stadt sehr.

Am Samstag fuhren wir zur KZ-Gedenkstätte Neckarelz. Sie ist rund 50 Kilometer von Heidelberg entfernt. Hier erfuhren wir etwas über die Geschichte des Konzentrationslagers, setzten uns mit Biografien der deportierten Menschen auseinander und bekamen einen Einblick wie der Alltag dort verlief. Besonders schockierte viele Teilnehmer, dass das KZ bzw. die Gedenkstätte direkt neben einer Schule liegt bzw. an deren Schulhof angrenzt. Wir legten bei der Gedenkstätte einen Kranz für die Opfer der NS-Verbrechen nieder. Außerdem hörten wir einen Vortrag von Alexander Diepold, dem Geschäftsführer der Madhouse GmbH (Beratungsstelle für Sinti und Roma in München).
Abends besuchten wir dann das Schloss Heidelberg, wo wir eine Themenführung bekamen. Sie gab uns interaktiv einen Eindruck davon, wie es war früher auf dem Schloss gelebt zu haben.

Am Sonntag fuhren wir dann wieder zurück. Die Reise war für alle Teilnehmer eine schöne Veranstaltung gewesen und sie wünschten sich zukünftig eine intensivere Zusammenarbeit mit dem Zentralrat.