Sichtbar sein – aber wie?

– über Repräsentation und Zugehörigkeit –

Bilder prägen Wirklichkeit  I  über Sichtbarkeit und Verantwortung

Am 30. Januar fand in Flensburg ein Gespräch über Sichtbarkeit, Zugehörigkeit und die Repräsentation von Minderheiten statt. Im Mittelpunkt stand die Wirkung von Bildern und die Verantwortung, die mit ihrer Nutzung verbunden ist.

An der Diskussion beteiligten sich die Künstlerin Charlotte Schmidt, Dr. Cebel Küçükkaraca, Vorsitzender der Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein (TGSH), sowie Rolf Ulrich Schlotter, stellvertretender Vorsitzender des Verbands Deutscher Sinti und Roma e. V., Landesverband Schleswig-Holstein.

Deutlich wurde: Bilder sind nicht neutral. Sie prägen Wahrnehmungen, beeinflussen gesellschaftliche Deutungen und können Zugehörigkeit stärken. Gleichzeitig können sie Ausgrenzung vertiefen, wenn stereotype Zuschreibungen wiederholt oder Menschen auf vermeintliche Merkmale reduziert werden.

Besonders eindrucksvoll war die künstlerische Arbeit von Charlotte Schmidt, die Menschen ohne Ethnisierung zeigt – im Alltag, in Nähe und mit einer Sichtbarkeit, die verbindet statt zu markieren. Eine Form der Darstellung, die nicht trennt, sondern Beziehung ermöglicht.