Gedenken in der Mitte der Stadt I Ausstellung im Kieler Rathaus

Shoah – der Holocaust: Wie war es menschlich möglich?

Die vom Yad Vashem entwickelte Ausstellung verdeutlicht eindringlich, wie Ausgrenzung, systematische Entmenschlichung und staatlich organisierte Gewalt Schritt für Schritt in die Shoah führten. Sie macht deutlich, dass Erinnerung kein rückwärtsgewandter Akt ist, sondern eine gegenwärtige Verantwortung.

In den Ansprachen zur Eröffnung wurde die Rolle staatlicher Institutionen ebenso benannt wie die bleibende Verpflichtung zu einer lebendigen und umfassenden Erinnerungskultur. Der Landesbeauftragte für jüdisches Leben erinnerte ausdrücklich an alle Opfer des Nationalsozialismus und würdigte dabei mehrfach auch die verfolgten Sinti und Roma.

Für den Verband Deutscher Sinti und Roma e. V., Landesverband Schleswig-Holstein, nahmen die Vorstandsmitglieder Matthäus Weiß und Rolf Schlotter an der Eröffnung teil. Sie zeigten sich beeindruckt von der Klarheit, historischen Einordnung und unmissverständlichen Botschaft der Ausstellung.

Erinnerung ist Verantwortung. Nie wieder ist heute.

 

Nach all diesen Eindrücken bleibt eines klar: Erinnerung verlangt Konsequenz.